Grußworte unseres Schirmherren

Dieter Pfister, Vizepräsident der IHK Schweinfurt-Würzburg

Der IHK-Fachkräftemonitor prognostiziert in den nächsten zehn Jahren einen erheblichen Fachkräftemangel. Bayern wird von allen Bundesländern am stärksten betroffen sein. In Mainfranken werden 2014 rund 28.000, im Jahr 2022 rund 43.000 Fachkräfte fehlen. Der Fachkräftemangel wird nicht nur im Bereich der Hochschulabsolventen, sondern gerade auch bei den Lehr- und Meisterausbildungen auftreten. Besonders betroffen sind die Bereiche der so genannten MINT-Fächer. Um dem entgegen zu wirken, müssen Unternehmen, aber auch politisch und gesellschaftlich verantwortliche Akteure beherzt anpacken und auf langfristig tragende Strukturen und Effekte setzen. 
Einen vielversprechende Idee verwirklicht das MIND-Center mit großem Pioniergeist: Die Lehrerausbildung steht dabei im Fokus. Lehrer müssen durch ihre Ausbildung dazu befähigt werden, für ihre Fächer zu begeistern, um langfristig einen Dominoeffekt zu ermöglichen. Lehrer müssen daher neben den klassischen Grundlagen ihrer Fächer auch lernen, wie sie bei Schülern nachhaltiges Interesse für neue Entwicklungen in Wirtschaft und Forschung wecken. Weiterhin braucht es möglichst viele Lehrer-Schüler-Interaktionen in der Ausbildung: Lehrer können nur dann berufsfeldorientiert ausgebildet werden, wenn sie die Möglichkeit haben, mit ihren späteren “Kunden" möglichst oft und intensiv zu arbeiten.Das Lehr-Lern-Labor-Konzept setzt genau an dieser Stelle an! Angehende Lehrer werden qualifiziert, für den Schüler adressatengerecht und didaktisch ausgeklügelt aktuelle und spannende Inhalte aufzubereiten. Zusätzlich können Schüler schon früh Uniluft schnuppern und kommen in Kontakt mit aktuellen Methoden und Fragestellungen - aus Sicht der IHK ein Konzept mit Vorbildcharakter, das in den Lehr-Lern-Laboren direkt und unmittelbar die Schüler begeistert und gleichzeitig langfristig über die Lehrerausbildung für die MINT-Fächer wirbt. Die IHK selbst fördert mit dem Projekt „Haus der kleinen Forscher" bereits seit 2011 die Begeisterung Drei- bis Sechsjähriger für naturwissenschaftliche und technische Phänomene. Sie unterstützt pädagogische Fachkräfte in Kindergärten dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten und frühzeitig das Interesse für MINT zu wecken.

Wissenschaftliche Beiräte

  • Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, Justus-Liebig-Universität Gießen, Mathematisches Institut, Arndtstr. 2, 35392 Gießen 
  • Prof. Dr. Franz X. Bogner (Vorsitzender des Beirates), Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Didaktik der Biologie, Universitätsstr. 30/Gebäude NWI, 95447 Bayreuth
  • Prof. Dr. Dieter Böhn, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Emeritus des ehem. Lehrstuhls Didaktik der Geographie, Institut für Geographie und Geologie, Am Hubland, 97074 Würzburg 
  • Prof. Dr. Andreas Kometz, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Department Fachdidaktiken-Didaktik der Chemie, Regensburger Str. 160, 90478 Nürnberg
  • Prof. Dr. Knut Neumann, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Olshausenstraße 62, 24098 Kiel
  • Prof. Dr. Dieter Röß, Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Fasanenweg 4, 63768 Hösbach-Feldkahl