Eine neue Rolle des Lehramtsstudierenden als Mentor und offene Experimentierformen stehen im Mittelpunkt.

Die Studierenden lernen ein  wichtiges Element des offenen Unterrichtens kennen: Sie betreuen im L3 selbstständig experimentierende Schüler. Die dabei erworbenen Erkenntnisse fließen in die Konzeption für Schülerexperimente (die Experimente selbst und zugehörige Arbeitsmaterialien) mit ein. Weiterhin sammeln sie durch die Betreuung wichtige Erfahrungen im direkten Umgang mit Schülern, insbesondere mit eigenständig experimentierenden Schülergruppen. Dem vielzitierten „Praxisschock im Klassenzimmer“ der Referendare, wie er vor allem in verschiedensten Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln angeprangert wird, wird dadurch entgegengewirkt.


Gemeinsames Experimentieren im Informatiklabor mit Robotern und im Chemielabor

Die Lehramtsstudierenden werden in der Phase der Erstellung von Stationen im L3 sowie bei der Betreuung der eigenständig experimentierenden Schülergruppen im L3 durch erfahrene Pädagogen begleitet.
Lehramtsstudierende sind also aktiv an der Entwicklung aktueller Experimentaleinheiten und an der Betreuung von Schülerinnen und Schüler während des eigentlichen experimentellen Arbeitens im Lehr-Lern-Labor beteiligt. Sie lernen den „Lehr“-beruf aus neuen Perspektiven – nämlich der des aktuell Forschenden und der des Mentors – kennen. Die Vermittlung der darauf beruhenden schülerzentrierten Unterrichtsform ist derzeit bereits für Biologie- und Physik-Lehramtsstudierende aller Schularten fest in neuen verpflichtenden Modulen und ergänzend in Modulen aus dem Wahlpflichtbereich integriert. Eine Ausweitung auf die anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken wird derzeit angestrebt.